Zum Ende des Jahres 1989 reiste der Künstler Marcus Kaiser nach Berlin. Die Berliner Mauer war
bereits durchdrungen von unzähligen Öffnungen, Löchern und Durchbrüchen.
Vortrag über den Umgang der Deutschen mit der Berliner Mauer
1989-1990 war der Ruf „Die Mauer muss weg!“ Aber in den letzten Jahren kommen mehr und mehr Leute zu der Meinung, es müsse mehr Mauer in der Stadt geben, die Mauer, ihre Geschichte und ihre Opfer sollten sichtbarer in Berlin sein.
Am Freitag, den 23. April 2010 um 19.30 Uhr präsentieren die Stiftung Berliner Mauer und PROGRESS – Film-Verleih mit dem Defa Spielfilm „Bürgschaft für ein Jahr“ (Silberner Bär der Berlinale 1982), mit Katrin Sass in der Hauptrolle. Zu sehen ist der Film im neuen Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119/ Ecke Gartenstraße, 13355 Berlin.
Lesung mit dem bekannten Berliner Autor in der Gedenkstätte Berliner Mauer
Am 11. Mai 2010 um18 Uhr findet im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer die zweite Jugendbuchlesung in diesem Veranstaltungsjahr statt. Nach Grit Poppe, die mit ihrem beeindruckenden Roman „Weggesperrt“ die Schrecken in den Jugendwerkhöfen in der ehemaligen DDR thematisiert hatte, stellt nun Klaus Kordon seinem Roman „Auf der Sonnenseite“ vor.
Der Filmklassiker „Der Bruch“, mit Ost-West-Startbesetzung, entstand 1988, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, und lief 1989 außer Konkurrenz im Wettbewerb der Berlinale. Basierend auf einem realen und spektakulären Bankeinbruch in die Verkehrskreditbank im Jahr 1951, zeichnen Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase und Regisseur Frank Beyer ein Detail getreues, Ironie durchsetztes Bild der verwirrenden Zustände im Nachkriegs-Berlin. Der damalige Tatort Charlottenstraße/Unter den Linden befand sich ganz in der Nähe der innerdeutschen Grenze.
Im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße 119 ist heute Abend Rolf Hoppe, einer der drei Hauptprotagonisten in „Der Bruch“, zu Gast und erzählt von den außergewöhnlichen Dreharbeiten zum Film mit Götz George.